Unter der Rubrik " Pflanzenportraits" befinden sich Kräuter aus dem Wald in Duisburg Großenbaum mit Infos über Heilwirkung plus Geschichte und Mythos.

 

Als allererste Heilpflanze des Jahreskreislaufs begegnet uns bereits im Februar der

HUFLATTICH

mit seinen strahlenden gelben Sonnen. Er ist das "Brigid-Kraut" , voller Licht und Feuer, Wegweiser zu Wachstum und Wärme.

Er streckt seine kleinen gelben Sonnen, mit den männlichen Röhrenblüten in der Mitte und den ca. 200 schmalen weiblichen Zungenblüten, schon im Februar  aus der Erde. Wenn es sein muss auch zwischen Schnee und Eis.

"Ja so bin ich ein echter Pionier," sagt der Huflattich. "Was ist das, wollt ihr wissen? Nun, ein Pionier ist einer der etwas als erster wagt und somit anderen den Weg bereitet. Das tu ich jeden Februar aufs Neue, wenn alle anderen Heilkräuter noch still und ängstlich unter der Erde sitzen. Die Sonne ist dabei mein großes Vorbild. Ich strecke meine Strahlen aus wie sie, auch wenn ich den Schnee und das Eis durchbrechen muss. Ich setze mich durch und halte durch.

Es ist das Feuer der Brigid, meiner göttlichen Freundin, das mir hilft meinen eigenen Rhythmus im Jahreskreislauf der Natur zu leben. Komm zu mir und nehme Kontakt mit mir auf, so helfe ich dir auch so ein Pionier zu werden."

Tussilago farfara - welch ein Name! Fussi ago - "ich vertreibe Husten" und farina - meine Blätter sind auf der Unterseite mehlig!

Da die Blätter erst nach den Blüten aus der Erde kommen, gab es einen alten Spruch: "Es erscheint der Sohn vor dem Vater."

Die Blätter sind auch Grundlage des deutschen Namens. Das Kraut nannte man auch Fohlenkraut, weil die Blätterform aussieht als wenn ein Fohlen drarauf getreten hat - und so kam es später zu "Huf"-Lattich.

Die Blüten schmecken süßlich und riechen nach Honig, die Blätter allerdings sind ziemlich bitter.

Die Blüten sammelt die Kräuterfrau von Februar bis März, die Blätter von Mai bis Juli.

Aus den Blüten wird eine Blüten-Essenz hergestellt entsprechend den Bachblüten. Sie hilft Menschen die sich von Herausforderungen überwältigt fühlen, sich durchzusetzen und durchzuhalten, wie es der Huflattich tut.Sie spricht den Pionier in uns an!!! Und sie hilft dabei auch in schwierigen Lebenssituationen sich selbst treu zu bleiben.

Zu empfehlen ist diese Essenz auch in der Fastenzeit, um den Willen zu stärken den "guten Vorsätzen" treu zu bleiben.

Suche den Huflattich in der Fastenzeit, nehme ein paar Tropfen der Blütenessenz, stecke eine getrocknete, gepresste Blüte in deine Hosentasche oder in die Geldbörse und jedes Mal, wenn du sie siehst, wird sie dich goldgelb lächelnd an deine Fasten-Vorsätze erinnern.

Aus den Blättern wird das alte Heilmittel gegen Husten als Tee zubereitet. Schon Hippokrates empfiehlt diesen Tee  gegen den "tussis" (Husten)

Früher rauchten bei uns alte Männer morgens die Blätter gegen ihren "Raucherhusten". Sie lösen den festen Schleim aus den Lungen und fördern das Abhusten. Deswegen nannte man die Blätter auch Tabakblätter. Schon eine Räucherung auf dem Räucherstövchen hat solch einen Effekt.

 

"Und ich schütze dich auch vor deiner inneren Hitze," spricht der Huflattich,"denn durch die Februar-Schneehaube habe ich immer die Kühle in mir. Hast du z.B. einen Sonnenbrand, nehme meine Blätter, auch "Hitzeblätter" genannt, lege sie mit der grünen ( "unbemehlten") Seite auf die betroffene Hautstelle und lass sie so die Hitze, die Rötung und das Brennen herausziehen. genieße die angenehme Kühlung. Und wenn deine Augen geschwollen sind, lege dich neben mir ins Gras, mache ein Nickerchen und lege meine Blätter kühlend auf deine Augen. Wenn du aufwachst ist alles wieder gut!!!

Na , wann besuchst du mich mal. Ich wachse auch im Großenbaumer Wald!"

Wir sagen danke, dass es dich gibt, lieber Huflattich!!!

 

(Teilweise Anlehnung an Ursula Stumpf: Pflanzengöttinen und ihre Heilkräfte!! )