Neuigkeiten

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Es gibt im Oktober 2020 noch mal neue Waldgänge 

Mehr dazu unter dem Menüpunkt: Meine Angebote

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UND noch immer aktuell:

Mein Buch " WaldMärchen" ist  in allen Buchhandlungen und bei allen Online-Händlern verfügbar!!

Es kostet 10 €.

Hier eine Leseprobe:

 

Petra Reif


WALDMÄRCHEN

 

Ein märchenhaftes Jahreszeiten-Wald-Buch

 

VORWORT



 

Mein Anliegen ist es, mit meinen Märchen die Menschen aufzufordern, ihre Liebe zur Natur wieder zu leben


Damit meine ich die „Beziehung des Herzens“ zur Natur, denn Bäume, Pflanzen und Tiere sind mit uns gleichwertige

 

Lebenspartner auf dieser Erde.



Sie verdienen unsere Liebe und ungeteilte Aufmerksamkeit. Spürt unser Herz die Einheit mit der Natur, ist es allen 



ihren  Lebewesen gegenüber offen.



So passiert ein Geben und Nehmen , eine magische Gegenseitigkeit


.

Und dann beginnen wir zuzuhören, Botschaften wahrzunehmen, ganz im Hier und Jetzt zu sein und uns auf unsere 



Einheit in der Natur einzulassen.



Das heißt, alle anerzogenen Vorstellungen von Natur als Umwelt fallen zu lassen. Es gibt keine Umwelt – es gibt nur 




eine Natur im „Wir“.





Bäume, Pflanzen, Tiere, Steine, Elemente und kleines Volk spüren unsere Offenheit, wie sie auch unsere 



Verschlossenheit spüren


.

Spüren sie unsere Offenheit, sind sie uns ganz zugewandt, geben sie uns die Energie, die wir geben, zurück.



Fange mit einem Baum, einer Pflanze an, nähere dich und öffne dein Herz. Trete offen in sein/ihr Energiefeld ein – die 



Aura von Baum/Pflanze und Mensch verbindet sich



Dann fließen Energien ineinander. Es entsteht ein tiefes Verstehen auf beiden Seiten und damit auch ein 



Heilungsprozess für beide.



Die Märchen der Märchenfrau, die schon immer existiert hat, sollen diese Herzens-Annäherung beispielhaft deutlich 



machen, wie die Gleichnisse in der Bibel.



Es sind Märchen zum Hinein-Spüren und Kommunizieren auf allen Sinnes-Ebenen.



Unsere inneren Augen, Ohren und Stimmen sind gefragt.

 

Denn auch Baumgeister, Pflanzen-Devas und Feen, Elementargeister und Zwerge wie Riesen, ja sogar Steine, haben 



eine  Lebensgeschichte wie wir. 



Sie durchleben wie wir Nöte, Anstrengungen und Freude und laden dich hier in diesem Buch ein, in ihr Leben 



einzusteigen.



Petra Reif, Juli 2020


 



ÜBER MICH



 

Mein Name ist Petra Reif und ich lebe in der Industrie-Region Duisburg, mitten im Ruhrgebiet. 



Der wenige Wald dort hat eine


 

besondere Magie und er ist mein zu Hause. Ich führe dort Kräuterkurse durch und biete Waldgänge an, bei denen ich



auch meine Märchen erzähle. Seit über 10 Jahren führe ich die Menschen nun schon in den Wald und bringe ihnen



seine Wunder näher. 




 

EIN AUSSCHNITT AUS EINEM MÄRCHEN – Leseprobe


 

Die Märchenfrau



 

Es wird erzählt von einer Märchenfrau, die in den Wäldern lebt. Es heißt sie war schon immer da!! 



 

Ob Großeltern, Eltern und Kindern: in allen Zeiten war sie allen bekannt. Sie hatte schon immer ihre Märchen

 


aus dem Walde erzählt. Botschaften von den Bäumen, Kräutern und Tieren.



Sie kannte alle lebenden Geschöpfe im Wald, jeden Baum, jedes Kraut, jedes Tier. Und sie kannte deren


 

Erlebnisse, ihre Freude und ihre Trauer.



Und diese Geschichten, die sie erfuhr, flocht sie zu Märchen, die sie den Menschen draußen im Wald erzählte.



Die Menschen, die ihr aufmerksam zuhörten, entführte sie aus ihrem Alltag. Und diese Geschichten, die



sie erfuhr, flocht sie zu Märchen, die sie den Menschen draußen im Wald erzählte.



 

Die Menschen, die ihr aufmerksam zuhörten, entführte sie aus ihrem Alltag.

 

Der Wald wurde für sie so lebendig, dass sie glaubten, in all seinen Wundern spazieren gehen zu können.



 



Der Winterwald im Februar



mit dem Imbolc-Fest der Brigid

 

Die Märchenfrau



 

Und so wanderte die Märchenfrau durch die Jahreszeiten des Waldes und begegnete immer neuen Märchengestalten. 



Anfang Februar war es noch sehr kalt im Wald.


 

Alle Waldbewohner waren aber trotzdem auf den Beinen, voller Hoffnung auf das wiederkehrende Licht, nach dem 



dunklen, kalten Winter


Das war die Zeit des Jahres, in der die Märchenfrau ihre ersten Märchen erzählte.



 

Sie schritt durch den Schnee zu einer weit vom Weg entfernten Birke, die sie ehrfürchtig grüßte, denn sie hatte ihr



eine Geschichte erzählt, die Menschen, Tieren , anderen Bäumen und Pflanzen im Wald Mut und Zuversicht bringen



sollte. 



Sie lehnte sich an den Stamm der Birke und betrachtete in Gedanken versunken ein klar sichtbares Rinden-Bild.



Da hörte sie wie laut lachend kleine und große Menschen sie entdeckt hatten und aufgeregt auf sie zukamen.



„Erzähl uns dein erstes Jahreszeiten-Märchen“, sprach sie ein junger Mann an.



„Wir haben so darauf gewartet!“ setzte er lächelnd fort. 



 

Und immer größer wurde ihre dick eingemummelte Zuhörerschaft. Sie rieb sich die Hände und zog ihre



wollenen Handschuhe an und sie streichelte dreimal die Rinde der Birke, erst dann begann sie zu erzählen:



 

 

Das Märchen von der Brigid-Birke



 

Jetzt war sie schon fast zehn Jahre alt und hatte gerade ihre schönen zarten Knospen bekommen. 



Es juckte sie dann immer sehr, bis sie so richtig aufgesprungen waren.


 

In diesem Februar war es noch sehr kalt. Sie musste das Jucken wohl noch länger ertragen.


 

Am stärksten war es bei den Pollen-Schwänzchen. Sie rumorten in ihrem Inneren immer ganz heftig, 



gerade dann, wenn ihr Saft so stetig in ihr nach oben drängte.



Nach dem langen kalten Winter ohne viel Bewegung, in dem sie immer ganz ruhig vor sich hin döste, war es schon ein prickelndes Gefühl, wenn neues Leben in ihr hochstieg.



Sie schaute an ihrem schönen schwarz-weißen Stammkleid hinunter. Ja, es war wahr, sie strahlte – das mussten Sonnenstrahlen sein. 

Sie glättete vorsichtig ihre weiße Rinde und schaute auf die schwarzen Stellen, die oft von einem Elf oder einer Fee benutzt wurden, um sich sichtbar zu machen. 

Sie nannten es „Rinden-Bilder“.... und als sie so schaute und ihre Schönheit genoss, ja, da sah sie es....

Es war ein Rinden-Bild , das sie nicht kannte. Sie räusperte sich und fragte mit noch heiserer Winter-Stimme: „Wer bist du? Wie kommst du dort hin ?“

Es war das zarte Rinden-Bild einer schmalen jungen Frau. 

Sie trug ein langes Kleid und die Ärmel waren weit ausgestellt. In ihren Händen hielt sie etwas nach vorne, als wenn sie Samen dem Wind übergeben wollte. Sie holte weit aus und sie lächelte und schwebte.

Sie war so freundlich! 

Und trug sie da auf dem Kopf nicht eine Krone? 

Ihre kleinen Füßchen sahen nackt unter ihrem Rock hervor und schritten kräftig aus. 

„ Da, schau, die Sonne , sie macht deine Rinde ganz glitzernd,“ surrte sie ganz leise.

„ Hast du etwas gesagt, zum Beispiel, wer du bist?“, fragte die Birke neugierig. 

„ Nein,“ wisperte sie. 

„ Entschuldige, ich hab mich noch nicht vorgestellt. Ich bin in diesem Jahr neu auf deiner Rinde. 

Ich heiße Brigid. Meine Aufgabe ist es, das Feuer des Frühlings zu wecken.“

Die kleine Birke staunte: war das so eine mächtige Persönlichkeit, die sich bei ihr nieder gelassen hatte? 

„ Noch bist du klein, meine liebste Birke, aber ich werde mit dir wachsen und jedes Jahr den Frühling mit dir einläuten. Es wird Zeit, dass deine schönen Kätzchen wieder baumeln und du mich mit gelbem Blütenstaub bewirfst!“

Wie bitte“, sagte die Birke etwas verstimmt. Glaubte dieses Wesen in ihrer Rinde, dass sie das alles einfach so bestimmen konnte.

„ Noch bist du klein, meine liebste Birke, aber ich werde mit dir wachsen und jedes Jahr den Frühling mit dir einläuten. Es wird Zeit, dass deine schönen Kätzchen wieder baumeln und du mich mit gelbem Blütenstaub bewirfst!“

„ Wie bitte“, sagte die Birke etwas verstimmt. Glaubte dieses Wesen in ihrer Rinde, dass sie das alles einfach so bestimmen konnte.

„ Sei nicht böse, ich bin nun mal zuständig für den Beginn des Jahreskreislaufs. Ich habe dich nicht vorher gefragt, aber ich fand dich so schön und du hast so fest geschlafen im Winter. 

Dafür habe ich über dich gewacht, zum Beispiel bei dem letzten Sturm, als du dich fast zu Boden beugen musstest, habe ich deinen Stamm und deine Wurzel gehalten....“

Die kleine Birke wollte jetzt gar nicht mehr zuhören. 

Diese kleine Person behauptete, sie könne sie halten! 

Sie war immerhin schon fünf Meter hoch. Und außerdem wusste sie, dass sie im Birkenhain von ihren Verwandten und Eltern gehalten wurde, wenn es zu sehr stürmte. Das war alte Familien-Tradition. 

Sie sagte aber davon nichts zu der kleinen Person. Sie war so zart, sie wollte sie doch lieber nicht beunruhigen.

Welches Feuer meinst du denn? Vor Feuer haben wir hier doch alle Angst!“ fragte sie stattdessen. .....................

 

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