27. März 2020             Der Ahorn und seine Blüten

                                  

 

Schaut bei eurem Waldgang mal auf diese herrlichen Blüten, da hat eine Ahornbaum seine Frühlings-Botschaft geschickt. Sie duften herrlich und ihr dürft ruhig, wenn ihr lieb fragt, ein paar Dolden abpflücken und als Ganzes in Honig einlegen. Das gibt ein gutes Vanille-Aroma für den Honig, ihr könnt aber auch die ganzen Blüten zu Speisen geben.

Sie wirken fiebersenkend, kühlend, desinfizierend, entgiftend, vitalisierend und nervenberuhigend.

Auch möglich ist eine Wasser-Tinktur mit 100 ml Wasser:

1 EL Blütenmaterial und Salz in einem Mörser zerkleinern, mit etwas Wasser ( Heil- oder Quellwasser) zu einer Masse verrühren.  Restliches Wasser hinzufügen - Mischung verflüssigen. In ein Glas füllen und 6 - 12 Stunden kühl stellen. Dann filtrieren und in eine oder mehrere Tropf-Flaschen füllen.

Anwendung: 10 - 30 Tropfen in ein Glas Wasser geben, umrühren und schluckweise über den Tag verteilt trinken.

Ca. 1 Woche im Kühlschrank haltbar. Kann auch mit Naturessig oder Alkohol 40% konserviert werden.d

 

Das Baum - Orakel des Ahorn :

 

Handle! Nutze deine Kraft. Es ist höchste Zeit dich selbst zu verwirklichen.

 

Gehe vorwärts mit Liebe, pflanze in gute Erde und dein Morgen wird dir Glück und

 

Fülle bringen!

 

 

Der Ahorn wurde überall auf der Welt schon in frühen Zeiten als Baum der

 

Harmonie und Leichtigkeit verehrt. Sieht man seine Blätter im Wind schaukeln,

 

so kann man das verstehen. Sein Name kommt vom indogermanischen Wort

 

" aher", was so viel bedeutet wie "spitz, scharf" - hier sind wohl die Blätter des

 

Spitzahorns gemeint.

 

Mit seinen gelb-weiß herabhängenden Blüten und seinen geflügelten Früchten, die

 

schier durch die Luft tanzen, wurde er in alter Zeit verehrt als einer der "7

 

kosmischen Bäume". Zu Johanni ( 24.6.) wurden Ahornzweige in Fenster und

 

Türen gehängt, um unerwünschte Geister fernzuhalten.

 

Als Symbol für Harmonie , Freiheit und Frieden , schlossen unter dem Ahorn

 

bereits unsere germanischen Vorfahren ihre Friedenverträge.


 

Seine Blätter haben vielfältige Heilwirkung. Sie wirken stark kühlend und sind

 

gerade bei Insektenstichen eine wirkungsvolle " erste Hilfe".

 

Bei Entzündungen aller Art, bei Fieber, bei Hautproblemen, wie z.B. Sonnenbrand

 

und bei Augenentzündungen, bewirken zerquetschte Blätter aufgelegt wahre

 

Wunder.

Das Ahornblatt liefert  mit Natron gemischt ein gutes Deodorant. Einfach

 

Ahornblätter in Wasser ziehen lassen, Natron zusetzen und nach ein paar Stunden

 

das "informierte" Wasser in Sprühflaschen füllen. Fertig!

 

Der Ahornbaum ist ein "Schattenbaum" - er bietet perfekten Sonnenschutz an

 

heißen Tagen. Dabei führen seine Blätter im Wind das schönste Schattenspiel aus.

 

Leg dich unter einen Ahorn an einem sonnigen Tag und du bekommst eine gratis

 

Vorstellung.


 

Giacomo Stradivari war ein Freund des Ahornbaumes, denn er wusste, das sein

 

Holz im Geigenboden besonders gut klingt.


 

Und natürlich muss der "Baumsaft" des Ahorn erwähnt werden. Die Ureinwohner

 

Nordamerikas haben daraus den guten "Ahornsirup" hergestellt.


 

Aus jungen Ahornblättern wird auch heute noch der bekannte "Sonnen-Tee"

 

hergestellt. Dabei legt man Ahornblätter und -blüten in eine Glasschüssel mit

 

Quellwasser und stellt sie 1 Stunde in die Sonne. Abseihen und als "Tee" trinken.

 

Ein besonderes Elixier für hitzige Menschen mit schnell aufbrausendem Gemüt -

 

der Tee zügelt das Temperament und hilft einen kühlen Kopf zu bewahren

 

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21.März 2020                  Der Wacholder

Juniperis – der jüngere erscheint! – die jüngeren grünen Beeren erscheinen während die älteren noch reifen!! Das dauert 2 Jahre.

althochdeutsch „Wachaltar“ – wacher munterer Baum

Aussehen:

  • immergrün

  • stechende Nadeln, in Quirlen zu dritt, spitz und steif, oben dunkelgrün gefärbt mit einem weißen Längsstreifen

  • kugelförmige Zapfen – Scheinbeeren, fleischig, 3 Fruchtkerne, getrocknet harzhaltig – 1. Jahr grün, 2. Jahr blauschwarz – reif im Herbst des 2. Jahres

  • zweihäusig: männliche Blüten klein und gelb, weibliche Frucht kugelig und fleischig ( Scheinbeere)- Blüte April/Mai,

  • höchstens 10 m hoch ( auch kriechend ), Säulenform oder mit vielen Spitzen

  • können bis zu 600, einzeln sogar 2000 Jahre alt werden

  • junge Triebe 3-kantig

  • Wurzeln sehr tief, anspruchslos, auch bei Nässe (Moor), aber auch karg ( Heide) aber niemals im Wald, er braucht viel Licht ( Lichtdrang). Wächst aber bis 3000 m Höhe

  • einer der ersten kraftvollen Pionierbäume nach der Eiszeit

  • sehr langsames Wachstum ( knorrig) – 8cm Umfang nach 1100 Jahren Wachstum - Zweige können in die Erde gesteckt wieder wurzeln und „schlafende Augen“ im Stamm treiben oft neu aus!!! Große Vitalität

Durch die intensive Forstwirtschaft verdrängt – jetzt unter Naturschutz. Auch wenn er älter als 600 Jahre ist, gibt er noch prächtiges Holz. Mit Zeder und Eibe das teuerste Holz für Tempel oder Palastdächer.

Heilwirkung: das Meiste in den Beeren

  • harntreibend, reinigend

  • desinfizierend, antiviral

  • stärkend

  • durchblutungsfördernd

  • stoffwechselanregend

Bei:

  • Blasenleiden

  • Rheuma, Gicht

  • Asthma

  • Hautkrankheiten

  • stärkt das Nervensystem

  • Appetit und Verdauuungsanregung

  • Lungenleiden ( Hildegard von Bingen - HvB)

 

Die Kneipp-Entgiftungskur:

Man beginnt mit 3 Beeren am ersten Tag, dann fügt man täglich eine hinzu bis zu 15 Beeren, ab diesem Tag reduziert man täglich um eine Beere bis man bei 3 angelangt ist.

Wacholderwasser

2TL Wacholderbeeren, 2 Gläser Wasser – 8 Std. ziehen lassen, abseihen, während des Tages trinken.

Waschungen mit Wacholderwasser bei Hautinfektionen, auch Salben und Räucherungen aus Beeren, Holz und Nadeln haben desinfizierende Wirkung , sind abwehrsteigernd und schützen vor Ansteckung.

So wurde der Rauch in Europa, Asien, Amerika z.B. zur Desinfektion von Krankenzimmern eingesetzt. Der Rauch heilt Erkältung, ist keimtötend, stärkend und klärend.

HvB setzte die Inhalation des Dampfes gekochter Wacholderzweige zur Fiebersenkung ein. Die Düfte wirken schleimlösend, antiseptisch insbesondere bei Lungenentzündung. Der Beerendampf hilft bei Schmerzen aller Art und stärkt die Augen.

Sehr alte Heilpflanze schon in Ägypten 1650 v.Chr. gegen Seuchen eingesetzt. Pestheiler: Gegengift gegen Pest.

Wacholderbeeren-Tee

bei Magen-Darmproblemen, Nieren-und Blasenleiden, Tuberkulose, Rheuma. 1 TL Beeren, 1 Tasse koch. Wasser, 5 Min. ziehen – 3x 1 Tasse täglich.

Wachholderbeerwein gegen Lungenleiden

1 Teil Beeren, 4 Teile Bertram, 1 l roter Landwein – alle Zutaten aufkochen, einige Stunden ziehen lassen, etwas Alantwurzel hinzufügen und abseihen, abfüllen..

2-3 Wochen lang jeden Morgen ein kleines Gläschen trinken.

 

Wacholder-Nadeln- Tee

1-2 Tl Nadeln ( Sammelzeit September) 500 ml koch. Wasser, 10 Min. ziehen

Nadel-Fußbad: 1 Handvoll getr. Nadeln, 1 L Wasser – 3-5 Min köcheln

Wacholderbeeren-Likör:

3/4l Wodka, 40gr. Beeren, 1 EL Nadeln, 250 gr Kandiszucker

Beeren in Mörser zerstoßen, Nadeln klein hacken, in sterilisiertes Deckelglas ( 1 l ) mit Kandis geben und mischen, Wodka aufschütten, Glas verschließen und 4 Wochen ziehen lassen, ab und zu schütteln, abseihen in Flaschen füllen und 6 Wochen ziehen lassen!

 

 

VEREHRUNG BRAUCHTUM

Vorm Hollerstrauch zieht man den Hut, vor dem Reckholder ( Rauch) soll man die Knie beugen!“

Er ist zuständige für die wohltätige Reinigung des Körpers und des Hauses. Aus seinem Holz wurden Wanderstäbe und Amulette gemacht, denn er wehrt böse Geister ab. In Schottland schützt er vor dem bösen Blick.

Tibetische Heiler räuchern ihre Patienten mit Wacholder ab. Auch im Mittelalter gab es den Spruch „ Etwas muss mit Wacholder vertrieben werden!“ wenn eine Krankheit nicht heilen wollte. Bei den Cheyenne ist es üblich, dass der Medizinmann sich zunächst mit Wacholderrauch reinigt bevor den Kranken behandelt. Duft und Rauch wedelt er mit der Handfläche ins Gesicht, auch während des Rituals reinigt er seine Hände immer wieder mit dem Rauch, dann hält er sie zur Sonne und dann zum Erdbod en.

Zu Samhain werden in Schottland Zweige auf der Türschwelle verbrannt umd Geister fernzuhalten. „Samh“ ist gälisch schottisch und heißt Wachholder.

Der Wacholder fördert den Kontakt zur Erde und damit zu den Ahnen. Durch den „Wachhaltar“ werden die Ahnen wach gehalten und leben weiter.

Eltern brachten im Mittelalter ihr krankes Kind zum Wachholder mit der Gabe von Wolle und Brot, mit folgender Anrede:

Ihr Hollen und Hollinnen, hier bringe ich euch etwas zum Spinnen und etwas zum Essen. Ihr Holden des Holders helft meinem Kind, Ich bitte um Segen.“

( Spinnen, Nornen, Schicksal, 3er-Zahl)

Der Wacholder wird in alten Sagen als Eingang zur Welt der Zwerge oder Riesen gesehen, also zur Unterwelt. Griech. Welt der Hekate. Aus ihm wird die „Lebensrute“ geschnitzt ( Bayern).

Der Wacholder ist wie ein Paternoster, der ununterbrochen eine Abwärts- und eine Aufwärtsbewegung zu den Stockwerken des Bewusstseins anbietet. Wenn wir bereit sind, können wir uns mit seiner Hilfe verwandeln.“

ORAKEL:

Wachhalter in der jungen Weite, wähle deinen Zeitpunkt, wähle deinen Standort, sammle Lebenskraft von der Sonne und webe sie in die Einheit der Erde. Spinne die Kräfte, reiche sie weiter, empfang unsere Liebe und lebe lang! So wie wir dir im weiten Moor begegnen, triff und wieder in der anderen Welt!“

Wacholderholz wurde auch zur Feuerbestattung genutzt und dabei auch Kranichholz genannt, dem Seelenvogel, der die Seele ins Jenseits trägt – Kranewitt. Das Opferholz gibt mit seinem Rauch der Seele schützendes Geleit.

Eine Sage:

Bauern wollten das Heilgeheimnis des Wacholders wissen und verfolgten die Zwerge. Sie gossen süßen Wein in die Aushöhlungen eines Felsens. Als die Wichtel betrunken waren, versuchten sie sie zu fangen, Bis auf einen liefen alle davon und entkamen, aber sie riefn aus dem Wacholderbusch: Sie mögen mit dir forwerken wie sie wollen, verrate nicht, was die Reckholderstaude behütet.“

Die Baumessenz des Wacholders hilft die Vergangenheit und eingelagerten Stress loszulassen.

Duft: Reinigung, Schutz, erdet, klärt, unterstützt Übergangsrituale und das Kontaktaufnehmen zu Ahnen, fördert Konzentration, beruhigt und schenkt innere Sicherheit.

Magische Schutz- und Bannkreise können mit dieser Baumkraft gezogen werden.

Nordischer Weihrauch!!

Marsbezug – stechende Nadeln, Schutzmagie – ER verleiht der verletzlichen Seele die Waffen, um sich gegen destruktive Einflüsse zu wehren.

Feuerbaum – gelbe Blüten – dem Menschen sehr nahe: menschenähnliche Gestalt.

Wachsein – auch im spirituellen Sinne ist seine Botschaft. Im rechten Maß in Bewegung kommen ohne die Wurzeln zu verlieren und sich im Handeln zu verzetteln. Gewinne Ruhe, Kraft und Zuversicht.

Voranschreiten und verharren wie das Leben es gebietet. es gibt ein Gleichgewicht zwischen Schicksal und veränderbarem.

Gib auf was nur Ballast ist, doch sei hartnäckig und zäh auf deinem wahren Weg, nicht Aufgabe sondern Hingabe.

Gefühle: Ernsthaftigkeit, würdig, aufmerksam, beobachtend, geistiger Krieger, allein, hält Wache, im Wind, blickt in die Weite, sieht alles, nicht passiv, er verharrt, hält durch, immer bereit, auch wenn er stillhält, Ausdauer, Zähigkeit, Beharrlichkeit, unbeirrbar, unnachgiebig.

Schamanische Einweihung:

Ein Anwärter wird von Dämonen gefressen, eine Vogelmutter findet alle Knochen und kleidet sie in Fleisch. Sie nimmt ihn mit in ihr Nest auf dem Schamanenbaum. Hier bekommt er die Fähigkeit zu Fliegen.